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Die Pflichtversicherung

Die Beschäftigten der Mitglieder der Zusatzversorgungskasse Wiesbaden sind - wenn die weiteren satzungsrechtlichen Voraussetzungen für die Versicherungspflicht erfüllt sind - mit Beginn der Beschäftigung in der sogenannten Pflichtversicherung anzumelden.

 

Es besteht grundsätzlich Versicherungspflicht zur Zusatzversorgung, wenn folgende Kriterien erfüllt werden:

 

  • Der / die Beschäftigte muss das 17. Lebensjahr vollendet haben und
  • bis zur Vollendung der abschlagsfreien Regelaltersrente muss die Wartezeit von 60 Umlage- bzw. Beitragsmonaten erfüllt werden können.

 

 

Sie haben weitergehende Fragen zur Versicherungspflicht? Wir beraten Sie gerne!

 

 

Die Pflichtversicherung wird in zwei unterschiedlichen Abrechnungsverbänden finanziert:

 

 

Abrechnungsverband I (AV I)

 

Der Abrechnungsverband I ist umlagefinanziert. Im Umlageverfahren dienen die Umlagezahlungen nicht dem Aufbau eines Kapitalstocks, sondern werden zur solidarischen Finanzierung der laufenden Rentenleistungen verwendet.

 

Seit dem 01.01.2002 beträgt der Umlagesatz unverändert 6,2 % (einschließlich der Beteiligung der Arbeitnehmer an der Umlage in Höhe von 0,5 %).

 

Neben der Umlage wird ein Sanierungsgeld in Höhe von 2,3 % zur Deckung des zusätzlichen Finanzierungsbedarfs infolge der Schließung des Gesamtversorgungssystems und dem Wechsel auf das Punktemodells erhoben.

 

Bemessungsgrundlage für die Umlage und das Sanierungsgeld ist dabei jeweils das zusatzversorgungspflichtige Entgelt der Pflichtversicherten.

 

 

Abrechnungsverband II (AV II)

 

Mit den Beiträgen aus der Pflichtversicherung im Abrechnungsverband II wird ein Kapitalstock aufgebaut.

 

Derzeit beträgt der Beitrag 4,8 % des zusatzversorgungspflichtigen Entgelts der Versicherten.

 

Der Abrechnungsverband II steht Mitgliedern offen, die ohne Versorgungslasten ihre Mitgliedschaft neu in der Kasse begründen.

 

Auch Bestandsmitglieder können vom Abrechnungsverband I in den Abrechnungsverband II wechseln. Die durch die Mitgliedschaft entstandenen Versorgungsverpflichtungen sind bei einem Wechsel in die Kapitaldeckung zuvor auszufinanzieren. Nur so kann die Solidargemeinschaft vor der Belastung durch Altlasten, denen keine Umlagezahlungen mehr gegenüber stehen, geschützt werden.

 

Detaillierte Informationen zur Pflichtversicherung finden Sie unter "Betriebsrente".

 

 

 

Zusätzlich zur Pflichtversicherung bietet die Zusatzversorgungskasse Wiesbaden die Freiwillige Versicherung an.